Vom 4. – 8. Oktober 2026 waren wir mit Jugendlichen auf Bildungsreise in Nürnberg. Im Mittelpunkt der Fahrt stand eine Schulung zur Menschenrechtsbildung.
So erlebten wir Geschichte vor Ort und beschäftigten uns mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Nürnbergs. Wir besuchten das ehemalige „Reichsparteitagsgelände“ mit seinen monumentalen Bauten, die bis heute vom Größenwahn der Nazis zeugen. Auch das eindrückliche „Dokumentationszentrum“ war Teil unseres Programms.
„Besonders eindrücklich war für mich, die Absurdität der Gebäude und der Größenwahn der Nazis.“
Die menschenverachtenden Nürnberger Gesetzte waren ebenso Inhalt der Bildungsfahrt, als auch die Beschäftigung mit den Nürnberger Prozessen, die als Geburtsstunde des internationalen Völkerstrafrechts gelten. Das „Memorium Nürnberger Prozesse“ mit einer Medieninstallation in Saal 600 konnte einen Eindruck von den Prozessen und dem Grundsatz „Recht statt Rache“ vermitteln.
„Besonders eindrücklich war für mich, im gleichen Saal zu sitzen, in dem vor 80 Jahren die Haupt-NS-Verbrecher saßen.“
Am Beispiel des NSU-Komplexes wurde aktueller Rechtsterrorismus in den Blick genommen. Die Morde von drei der zehn Opfer des NSU, die aus menschenverachtendem Rassismus getötet wurden, fanden in Nürnberg statt. Auch 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)“ sind noch viele Fragen offen.
Zusammenfassend fand eine Beschäftigung mit den Allg. Menschenrechten statt. Die Stadt Nürnberg hat 1988 beschlossen eine „Straße der Menschenrechte“ zu erbauen. Diese wurde 1993 in einer bewegenden Feier der Öffentlichkeit übergeben.
Die „Straße der Menschenrechte" ist sowohl eine Anklage gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten als auch eine zu Stein gewordene Mahnung an die Menschen.