Aktuelles

Pressemeldung: Aufkündigung des INF-Vertrags alarmierend und weltpolitisch hochgefährlich Evangelische Jugend Pfalz fordert politische Kräfte zu sofortigem Handeln auf

(Kaiserslautern, 27.02.2019) Mit großer Sorge hat die Evangelische Jugend der Pfalz die Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrages durch die USA und Russland wahrgenommen. Nach Auffassung des Vorstandes der Evangelischen Landesjugendvertretung (ELJV) wächst dadurch die Gefahr eines erneuten nuklearen Wettrüstens wie zu Zeiten des Kalten Krieges in Europa.

In den 1980er Jahren ist die Friedensbewegung entschieden gegen die atomare Aufrüstungsspirale im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses von 1979 aufgetreten. Auch die Evangelische Jugend der Pfalz hat sich mit zahlreichen Aktionen, Erklärungen, Friedensgottesdiensten usw. mit den Zielen der Friedensbewegung solidarisiert und für eine gerechte Welt ohne Waffenandrohung und gegen jede Form des Wettrüstens ausgesprochen. Die Unterzeichnung des INF-Vertrages im Jahr 1987 (Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) war ein wichtiges Zeichen auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.

Die Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt ist für die Evangelische Jugend der Pfalz ein Wesensmerkmal christlich motivierter Arbeit mit und von jungen Menschen. Diese Verantwortung formuliert sie in ihren 2014 herausgegebenen Friedenspolitischen Thesen „Mut aufbringen – Frieden stiften“ in These 2 so: „Friedenspolitik bedeutet für uns globale Abrüstung und eine deutlich stärkere Kontrolle von Waffenexporten. Abrüstung bezeichnet alle Maßnahmen, die geeignet sind, die vorhandenen militärischen Machtmittel zu kontrollieren und teilweise bzw. vollständig abzuschaffen, um damit zur Verminderung der internationalen Kriegsgefahr bzw. zur Verhinderung militärischer Konflikte beizutragen“.

Die Kündigung des INF-Vertrages ist für die Evangelische Jugend der Pfalz als deutliches Signal, verbindliche Rüstungsbeschränkungen aufzulösen, der Beginn eines neuen Wettrüstens. Weiterhin ist nach Auffassung des Vorstandes die fehlende Bereitschaft zur Rüstungskontrolle Ausdruck für wachsende egoistische Einstellungen von Staatschefs und Regierungen, denen nationalistische Interessen vor der gemeinsamen Verantwortung für den Weltfrieden, gerechte Verteilung und weltweite Stabilität gehen. Damit wächst nicht nur die Gefahr der Herstellung und Stationierung neuer Waffensysteme in Europa und der Welt, sondern es wird eine Kultur des Misstrauens und des Eigennutzes gefördert, die eine gemeinsame Verantwortung für die Lösung dringender globaler Herausforderungen wie Klimaerwärmung oder Migrationsbewegungen verhindern.

Der Vorstand der Evangelischen Landesjugendvertretung fordert daher die Regierungen aller Länder, die im Besitz von atomaren Waffen sind, auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um einen verbindlichen Vertrag zur Kontrolle und Abschaffung nuklearer Waffen auszuhandeln. 

Insbesondere fordern wir unsere deutsche Bundesregierung dazu auf, sich in ihren Beziehungen zu den USA und Russland vorrangig und unmissverständlich für die Rücknahme der Aufkündigung des INF-Vertrags einzusetzen.

Wir bekräftigen als Evangelische Jugend der Pfalz unser Eintreten für eine friedliche Zukunft für alle Menschen und gegen jede Form des Nationalismus und Egoismus von Regierungen und Staaten im Sinne unserer Thesen für den Frieden.

Bad Dürkheim, im Februar 2019

Der Vorstand der Evangelischen Landesjugendvertretung Pfalz


Kontakt: Landesjugendpfarramt der Evang. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern

Landesjugendpfarrer Florian Geith, Tel. 0631-3642-026            

Pressebericht: Selbstbehauptungswochenende für Mädchen

19.02.2019 

Thallichtenberg.

17 Mädchen von elf bis dreizehn Jahren waren am vergangenen Wochenende der Einladung des Kreisjugendrings Kusel und der Evangelischen Jugendzentrale in die Musikantenland-Jugendherberge gefolgt. Ziel des Seminars, Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstvertrauen zu stärken und ihnen zu zeigen, wie sie sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen können. „Je stärker die Persönlichkeit, desto weniger anfällig sind die Mädchen für Mobbing oder Grenzverletzungen“, erklärt Seminarleiterin Michaela Rohe von der Sportjugend Pfalz. Die Zweite Vorsitzende des Kreisjugendrings ist seit vielen Jahren im Bereich aktiv und weiß, „das Thema Selbstverteidigung ist aktueller denn je.“
Neben theoretischen Einheiten, waren vorallem praktischen Übungen, Griffe und Abwehrtechniken Hauptbestandteil des Seminars. Sie wurden an den drei Tagen, von Freitag bis Sonntag, immer wieder geübt und wiederholt. „Natürlich macht das Seminar aus den Mädchen keine Kampfmaschinen“, räumt Michaela Rohe ein. Es sei aber ein erster Einstieg, der die Mädchen sensibilisiere und ihnen zeige, dass sie keine Opfer sein müssen, sondern sich wehren können.

Das Seminar wurde von der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Kreuzweg der Jugend

Kusel // 11.02.2019

Herzliche Einladung zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend in Rammelsbach!

 

 

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend

Programmheft 2019 ist online!

Kusel // 08.02.2019

Selbstbehauptung / Selbstverteidigung für Mädchen

Kusel // 31.02.2019

Pressemeldung: Neujahrsempfang der Evangelischen Jugend der Pfalz 2019

Pressemeldung Landesjugendpfarramt der Evang. Kirche der Pfalz


Neujahrsempfang 2019

Evangelische Jugend Pfalz feiert mit klaren Perspektiven für die Zukunft

(Kaiserslautern, 21.01.2019) Etwa 150 Gäste fanden sich am vergangenen Samstag, den 19. Januar im MartinButzer-Haus in Bad Dürkheim ein, um den traditionellen Neujahrsempfang der Evangelischen Jugend der Pfalz zu erleben. Der Abend begann um 17 Uhr mit einem Gottesdienst, vorbereitet und durchgeführt von der Evangelischen Jugend Kusel, in der gefüllten Kapelle des Hauses. „Meine Zeit steht in Deinen Händen.“ Das Zitat aus Psalm 31, 16 legte Kevin Höh als gestaltbare Aufforderung für die Evangelische Jugend aus. Zwar habe ein Mensch keinen Einfluss auf bestimmte Lebensereignisse, er müsse sich auch nicht an alle Strömungen anpassen, aber es sei eben nicht egal, wie jede*r die zur Verfügung stehende Zeit fülle und nutze. Nach dem räumlichen Wechsel in die feierlich hergerichtete Aula des Hauses wurde der im vergangenen Jahr für das Unionsjubiläum entstandene Demokratiefilm gezeigt, der zusammenfasst auf welchen Ebenen und in welchen Gruppen und Bezügen in der Evangelischen Jugend Demokratie gelebt und für Demokratie gekämpft wird. Die Vorsitzenden der Evangelischen Jugend Pfalz, Anna-Lea Friedewald, Pascal Wilking und Landesjugendpfarrer Florian Geith begrüßten die Gäste und führten durch den Abend. In ihrem Grußwort betonte Oberkirchenrätin Marianne Wagner, dass die Evangelische Jugend viele Impulse in der ganzen Landeskirche gesetzt hat, Gemeinden kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Die Erwachsenen in der Kirche müssen aber noch mehr zuhören, was Jugendliche wirklich brauchen und Räume schaffen. Sie hoffe, so Wagner, dass die Kirche den Mut habe, auch dort, wo die Basis noch nicht kinder- und jugendfreundlich ist. Sie bedankte sich bei allen, die die Evangelische Jugend Pfalz prägen und ihre Zeit und Liebe einsetzen, um am Reich Gottes mitzubauen. Für den BDKJ überbrachte der Diözesanvorsitzender Thomas Heitz die Neujahrsgrüße und bedankte sich für die bestehende gute Zusammenarbeit, die sich immer wieder bei verschiedenen Themen zeige. Als aktuelles Beispiel nannte er das gemeinsame Schild für die Häuser und Einrichtungen von Evangelischer Jugend und BDKJ als Raum für Menschenfreundlichkeit – gegen Rassismus, Populismus und Sexismus“. Florian Geith erläuterte im Anschluss, dass die Evangelische Jugend nach den Jahren der Feierlichkeiten jetzt die Zeit nutze, zu sortieren und die von der Landessynode geforderten Perspektiven bis zum Jahr 2025 zu entwickeln. Dabei stellte er die Bedeutung des Kugelkreuzes als Zeichen für Evangelische Jugendarbeit in seiner historischen Bedeutung und dem überarbeiteten Design in den Mittelpunkt: In der Zeit des Hitlerfaschismus, erläuterte Geith, wurde das Kugelkreuz Ausdruck dessen, was die Bekennende Kirche in der zweiten Barmer Theologischen Erklärung wie folgt formulierte: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als gäbe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heilung durch ihn bedürften“. In diesem Sinne sei das Kreuz auf der Weltkugel nach dem Krieg zum Symbol der Evangelischen Jugend Deutschlands geworden. Das Bild drücke bis heute den Doppelcharakter Evangelischer Jugendarbeit aus. Mit dem Kreuz werde unmissverständlich deutlich, dass es sich um einen christlichen Jugendverband handelt. Mit der Weltkugel werde gesagt, dass die Zuwendung Gottes nicht nur für mich persönlich, für meinen Glauben und für meine Erlösung gelte, sondern für diese Welt, für alle Menschen. Das Kreuz und die Welt sind Erkennungszeichen der Evangelischen Jugend Pfalz. Und der Erdkreis sei, so betonte Geith, auf dem neuen Symbol nicht geschlossen, sondern offen. Mit einem fantastischen Buffet verwöhnte das Küchenteam des MBH in gewohnt hoher Qualität nach den Beiträgen das bunte Volk des Neujahrsempfangs. Noch lange bis in die Nacht hinein saßen vor allem die jungen Gäste, die sich eigens zum Neujahrsempfang ein Zimmer im MBH gesichert hatten, in der Aula und sponnen bestimmt auch die eine oder andere neue Idee für die Evangelische Jugend Pfalz.

Kontakt: Landesjugendpfarramt der Evang. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0631-3642-009 

 

 

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15